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Die Berliner Morgenpost schreibt am 13.11.2005 zu unserem Titel Berlins verborgene Engel:

Berlins verborgene Engel tragen menschliche Züge

Wer wünscht ihn sich nicht: einen Schutzengel für alle Lebenslagen. Berlin hat viele Engel, ganz große wie die "Goldelse" auf dem Rondell im Tiergarten. Oder auch die drei Meter hohe Figur des Erzengels Michael auf der Pfarrkirche St. Michael in Mitte. Es gibt aber auch ganz kleine, versteckt an Gesimsen der Häuser oder Stuckdecken der Gründerzeitvillen. Christine Goetz, Kunstbeauftragte des Erzbistums Berlin, spürte in ihrem neuen Buch "Berlins verborgene Engel" (Morus-Verlag, 19,80 Euro) einige auf. Ihre verborgenen Engel befinden sich in zahlreichen katholischen Kirchen Berlins. Sie treten bei Goetz als Fassadenengel, als Altarfiguren oder auf Gemälden auf.

Goetz fand heraus, daß die Süßlichkeit der barocken Engelfiguren sich in Berlin kaum findet. Es sind zumeist Engeldarstellungen aus dem 19. und 20. Jahrhundert, die uns im Stadtbild und den Kirchen begegnen. Engel mit einem menschlichen Antlitz, wie zum Beispiel die Engelkonsolen von 1920 in der Kirche Corpus Christi in Pankow. Aber auch die beiden Tabernakel-Engel von Thomas Buscher aus dem Jahre 1933 in St. Salvator in Tempelhof. Diese beiden Engel sind in ihrer Gestaltung höchst menschliche Wesen, in Anbetung entrückt.

Besonderes Augenmerk richtet Goetz in ihrem Buch auf die beiden trauernden Engel aus Marmor auf dem alten Domfriedhof St. Hedwig unweit der Grabstätte des Bildhauers Josef Limburg. Er hatte die beiden Engelgestalten 1916 für einen Soldatenfriedhof geschaffen - in trauendem Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.

Die Weltkriegstoten waren es, die den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge 1919 anregten, erstmals einen Volkstrauertag als Gedenktag für die gefallenen deutschen Soldaten vorzuschlagen. 1922 fand die erste Gedenkstunde im Reichstag statt. 1926 wurde entschieden, den Volkstrauertag regelmäßig durchzuführen. Am heutigen Volkstrauertag gedenkt die Bundeswehr mit Kranzniederlegungen der Toten aus Kriegen und Gewaltherrschaft: um 11 Uhr auf dem Jüdischen Friedhof in Weißensee, Herbert-Baum-Str. 45 und auf dem Garnisonfriedhof Kolumbiadamm sowie um 15.15 Uhr an der Neuen Wache Unter den Linden.

K. Jahr-Weidauer

Christine Goetz: Berlins verborgene Engel. 64 Seiten, gebunden, durchgängig farbig bebildert, ISBN 3-87554-402-1, EURO 14,80

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